Casa Icoanei, Baudenkmal der Zwischenkriegszeit, neu gedacht für die Gegenwart

Die Neugestaltung eines Hauses zwischen Erinnerung, Materialität und Wohnen
Ein Haus im florentinisch-maurischen Stil, typisch für das Bukarest der Zwischenkriegszeit, wird durch einen Eingriff zurückgewonnen, der seinen architektonischen Ausdruck bewahrt und sein Interieur nahezu vollständig neu schreibt. Der Calcio-Vecchio-Putz, die gedrehten Säulen und die gewölbten Öffnungen werden wieder Teil eines kohärenten Ensembles.
Die funktionale Neuordnung bringt Maßstab und Licht in die Tiefe des Hauses. Orangerie und Esszimmer werden zu zwei großen vertikalen Räumen, ergänzt durch Wohnzimmer und Außenpavillon, in einer Architektur, in der die Technik diskret bleibt und die historischen Materialien durch zeitgenössische Details fortgeführt werden.
Der Eingriff wurde 2025 abgeschlossen; das Projekt erhielt den Preis der Kategorie Wohninnenausbau sowie eine Nominierung in der Kategorie Einfamilienhaus bei der Anuala București 2025.

Das Haus gewinnt seinen florentinisch-maurischen Charakter durch die Restaurierung der Fassaden und der originalen Details zurück, neu interpretiert in einer zeitgenössischen, lichtdurchfluteten und streng proportionierten Formel. Das Hauptvolumen wird vertikal erweitert, und die Öffnungen werden neu kalibriert, um das Morgenlicht ins Innere zu holen und die Räume des Hauses klarer miteinander zu verbinden.

- Bebaute Fläche: 250 m²
- Zeitraum: 2016–2025
- Budget: 350.000 Euro

Im Inneren bauen Stein, Terrazzo, Nussbaum und Metall ein taktiles Universum auf, und das maßgefertigte Mobiliar führt die Architektur durch Proportionen, Rhythmus und präzise Details fort.

Architektur als Schichtung der Erinnerung
Das Projekt funktioniert als Verhandlung zwischen Rückgewinnung und Transformation. Die Fassaden bewahren den geprägten Kalkputz und die florentinisch-maurische Formensprache, während das Interieur für zeitgenössisches Wohnen neu konfiguriert wird — mit großzügigen vertikalen Räumen, klaren Wegführungen und integrierter Haustechnik, die nicht mit der bestehenden Architektur konkurriert.
Der Prozess umfasste Restaurierung, Erweiterung und Sonderanfertigungen. Die Stahlfenster mit thermischer Trennung, der über der Fußbodenheizung gegossene Terrazzo und das Mobiliar aus Nussbaum, Marmor und Mosaik bauen für jede historische Schicht eine neue Kontinuität auf. Das Projekt umfasste zwei Genehmigungen für das Hauptgebäude und eine für die Erweiterung des Pavillons und den Bau des Stegs. Das Haus wurde im Inneren nahezu vollständig und im Äußeren teilweise neu konfiguriert.
























